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Kwon, Jae-Hwa
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Letztes Update
Januar 2012


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Die Entstehung des Taekwon-Do

Um die Entstehung des modernen Taekwon-Do von seinen Wurzeln bis heute zu beschreiben, muss man vor vielen Jahrhunderten im alten Korea beginnen:

BILD In den ersten Jahrhunderten nach Christus war das Gebiet des heutigen Korea in drei Königreiche aufgeteilt: Die kleinen Länder Baek Je im Südwesten und Silla im Südosten standen dem größten Königreich Koguryo im Norden gegenüber. Koguryo stellte durch seine Übermacht an Land und Soldaten eine ständige wirtschaftliche und militärische Bedrohung der kleineren Königreiche dar. Bald erkannten deren Herrscher, dass geistige und körperliche Überlegenheit des Volkes der einzig wirksame Schutz gegen das große Nordreich waren. Um diese Tugenden weiter zu fördern wurden zahlreiche Schulorganisationen, unter ihnen das Hwarang-Do, gegründet, welche die Jugend des Landes im Zen unterrichten sollten. Die Grundlagen des Zen trugen nicht nur zur Weiterentwicklung von Wissenschaft und Kultur bei, sondern auch zur Entstehung eines wirkungsvollen Selbstverteidigungssystems. Der Grundstein des Taekwon-Do war gelegt.

Unter der Führung des Hwarang-Do gelang um 600 n. Chr. eine friedliche Vereinigung der drei Königreiche unter der Führung Sillas. In der nun folgenden Silla-Dynastie wurde Taekyon, so lautete der damalige Name des Taekwon-Do, viele Jahre lang weiter gepflegt und vervollkommnet.

BILD Jedoch erlahmte im Laufe der Zeit die schöpferische Kraft des Volkes. Mit der Auseinandersetzung mit dem Nordreich war auch der zwingende Anlass verschwunden, Taekyon ständig weiterzuentwickeln. Im 14. Jahrhundert n. Chr. folgte die Lee-Dynastie. Das Taekyon wurde nun jahrhundertelang nur noch von kleinen Gruppen am Leben gehalten.

Im Jahre 1910 fielen japanische Truppen in Korea ein und Taekyon wurde von der Besatzungsmacht verboten. Korea aber stand nun wieder einem übermächtigen Gegner gegenüber und besann sich auf die alte Lehre des Hwarang-Do. Taekyon erlebte eine neue Blüte und ließ Korea die Zeit der Besatzung schadlos überstehen.


BILD Nach der Niederlage der Japaner im Jahre 1945 sollte Taekyon der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bald entstand unter der Führung von General Choi, Hong Hi (Bild) eine Bewegung mit der Aufgabe eine umfassende Neuorganisation des Taekyon zu entwerfen. Unter Mithilfe eines Komitees, dem bedeutende Persönlichkeiten Koreas angehörten, änderte er auch den Namen des Taekyon in Taekwon-Do, was soviel wie "Weg des Fußes und der Hand" bedeutet.

Im Auftrag der koreanischen Regierung brach 1965 eine Gruppe der ranghöchsten Schwarzgurtträger zur Goodwill-Tour auf, die das Taekwon-Do in der ganzen Welt verbreiten sollte. Mitglied dieser Delegation war Großmeister Kwon, Jae-Hwa.


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