Kwon, Jae-Hwa
Taekwon-Do Federation
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Januar 2012
Hyong - Formenlauf
In den Anfangszeiten des Taekwon-Do übten die Schüler schwierige Bewegungsabläufe
noch nicht mit Partnern, aus Sorge sie zu verletzen.
Daraus entwickelten sich festgelegte Formen, die Hyongs. Sie stellen den Kampf gegen
mehrere fiktive Gegner dar. Angriffs- und Abwehrbewegungen können hier ohne jedes Abstoppen
mit aller Konsequenz, Stärke und Härte ausgeführt und realistisch geübt werden.
Das traditionelle Taekwon-Do nach Großmeister Kwon, Jae-Hwa lehrt 20 verschiedene Hyongs mit
stets steigendem Schwierigkeitsgrad. So sind die ersten Hyongs nach einfachen Diagrammen
aufgebaut und es kommen nur wenige Beintechniken zum Einsatz. Mit steigendem Gürtelgrad
werden die Bewegungsabläufe jedoch komplexer und die Ansprüche der Formen höher.
Hyongs werden im Training regelmäßig geübt und stellen einen wichtigen Prüfungsbestandteil dar.
Chayu-Taeryon - Freikampf
Der Freikampf im traditionellen Taekwon-Do wird ohne Kontakt ausgeführt.
Ziel ist nicht der harte Treffer, sondern das vorherige Abstoppen der Techniken sowie die
stete Kontrolle über sämtliche Bewegungen. Da der Freikampf ein hohes Maß an Körperbeherrschung
voraussetzt wird er erst ab Blaugurt gelehrt.
Schwer kontrollierbare Techniken, wie beispielsweise Fingerspitzenstöße und Handkantenschläge
sind im Freikampf verboten. Sie bleiben der Selbstverteidigung vorbehalten.
Die Beinarbeit mit hohen Drehkicks ist ein Markenzeichen des traditionellen Taekwon-Do.
Kyek-Pa - Bruchtest
Der Bruchtest wird im Training nie geübt. Er dient als Gradmesser des Trainingsfortschritts
und wird nur bei Prüfungen oder Vorführungen ausgeführt.
Die Materie wird nicht durch
rohe Gewalt zerstört, sondern mit ausgereifter Technik und der daraus
resultierenden Kraft.
Der Bruchtest verlangt Willenskraft sowie großes Selbstvertrauen.